Uganda

Ruwenzori Mountains Nationalpark

Der Ruwenzori Mountains Nationalpark wurde 1991 an der westlichen Landesgrenze Ugandas zur Demokratischen Republik Kongo geschaffen, um den dortigen, 48 km breiten Gebirgszug zu schützen. Das Ruwenzori-Gebirge, auch „Mondberge“ genannt, ist das dritthöchste Gebirge Afrikas und erstreckt sich über die DR Kongo und Uganda. Dieses Gebirge belohnt sowohl jeden erfahrenen Bergsteiger, als auch Hobby-Botaniker!

Seit 1994 zählt der 996 km² große Park zum UNESCO-Weltnaturerbe. Das Gebirge ist durch einen Auffaltungsprozess am Ostrand des Zentralafrikanischen Grabenbruches entstanden. Erosionsvorgänge haben das heutige Erscheinungsbild des Gebirges geschaffen.

Die in diesem Gebiet heimischen Bakonjo gaben dem Gebirge den Namen „Rwenzori“, was in ihrer Sprache so viel wie „Regenmacher“ bedeutet. Die Bezeichnung ist für die regenreiche Region, in der an etwa 320 Tagen ein mittlerer Jahresniederschlag von über 3000 mm fällt, sehr zutreffend. Das Gebirge ist häufig von dichtem Nebel umhüllt, sodass frühere Afrikaforscher schlichtweg an den Formationen vorbeigelaufen sind. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Vermessungen angestellt und Kartenmaterialien angefertigt.


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Bis heute hat sich das Ruwenzori-Gebirge seine geheimnisvolle und sagenumwobene Seite bewahrt. Die von zahlreichen Riesenlobelien und -senezien geprägte Berglandschaft mit ihren Gletschern, Gipfeln, Flussläufen, Seen, Mooren und moosbehangenen Wäldern ist eine der faszinierendsten Regionen des Erdballs. Das Ökosystem des Ruwenzori ist sehr empfindlich. Nach einer mehrjährigen Tourismuspause besuchen nun wieder mehr als 1000 Reisende unter bestimmten Auflagen und Limitierungsvorschriften jährlich die schwer zugängliche Region. Dank staatlicher Unterstützung konnte eine notwendige touristische Infrastruktur wie ein Wegesystem und Aussichtsplattformen geschaffen werden.

Für eine Bergbesteigung bieten sich die trockensten Monate von Dezember bis Februar und Juli bis September an. Dazu ist eine gute Bergausrüstung und passende Regenkleidung notwendig. Die Temperaturen fallen oberhalb von 3000 m nachts bis um den Gefrierpunkt. Ab 4400 m kommen auch Schneefälle vor. Der Park verzaubert seine Besucher mit einer vielfältigen Tierwelt und einem fabelhaften Pflanzenreichtum.

Zu den etwa 70 Säugetierarten des Parks zählen unter anderem fünf Primatenarten, darunter auch Schimpansen, Guerezas und der seltene Colobus Affe. Elefanten sind sehr selten. Häufiger kommen das Riesenwaldschwein, die scheue Sitatunga, der Südliche Baumschliefer, der Gelbrückenducker und der Leopard im Park vor. Gelegentlich zeigt sich das urzeitlich anmutende Dreihorn-Chamäleon. In den moosbehangenen Baumwipfeln hausen mehr als 170 Vogelarten.




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